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Max Frisch

Biedermann und die Brandstifter

Brandstiftungen häufen sich im Ort! Gottlieb Biedermann, Haarwasserfabrikant und angesehener Bürger, ist empört. Die Täter gehen dabei stets nach dem gleichen Muster vor: Getarnt als harmlose Hausierer schleichen sie sich in die Dachböden der Häuser, um diese von dort aus anzuzünden. Auch Biedermann erhält plötzlich Besuch. In manipulativer Dreistigkeit nisten sich Fremde in seinem Haus ein, planen lustvoll die Beschaffung von Zündschnüren, schleppen sogar Fässer auf den Dachboden, die verdächtig nach Benzin riechen. Und dies alles direkt vor den Augen Biedermanns, der die Bedrohung einfach nicht wahrhaben will.

Max Frischs „Lehrstück ohne Lehre“ ist eine groteske Parabel auf ein Bürgertum, das den alltäglichen Schrecken ungerührt zur Kenntnis nimmt und stets davon ausgeht, selbst verschont zu bleiben. Eine Geisteshaltung, die der Technik des Totalitären zum Erfolg verhilft. Kurz: Ein Zeitstück.

„Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen; er dient der herrschenden Partei.“ (Max Frisch, Tagebuchnotiz 1948)

mit Benjamin Hirt, Gerhard Jilka, Tina Münch, Tanja Osman und Roman W. Pauli

Regie: Ralph Hüttig

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